1. Tag

Unsere ersten Eindrücke von der Natur Nordschwedens sammelten wir auf der Fahrt vom Flughafen ins Camp. Wir waren wirklich überwältigt. Auf dieser Fahrt kamen wir auch an der Boda Borg vorbei - einem ehemaligen Überlebensbunker im Skigebiet, der nun zu einem wahren Bunker voller Rätsel umgebaut wurde - so bot sich uns eine einmalige Gelegenheit, den Rest unserer Gruppe, die das Wochenende beim Scooterfahren mit uns verbringen würde, kennenzulernen.

Im Camp angekommen, haben wir als erstes unsere Zimmer bezogen. Zum Teil im Haupthaus der Ranch und zum Teil im Blockhaus. Bei gemütlichem Kaffee und Kuchen lernten wir unsere beiden Scouts Harry und Marc kennen. Sie baten uns gleich, unsere Uhren und Handys abzugeben, da das Wochenende zum Relaxen sein sollte, wie uns versichert wurde. - Wir haben diese Accessoires wirklich nicht vermisst. Wir wurden mit einigen Fakten rund um die Scooter betraut und erhielten unsere Kleidung und Schuhe. Danach bereiteten wir unsere Muskeln auf die bevorstehenden Tage durch einen ausgedehnten Saunabesuch und ein heißes Bad in einem großen Holzfass im Freien vor. Anschließend gab’s ein deftiges Essen, welches wir uns heute auch wirklich schon verdient hatten!

2. Tag

Nach dem Frühstück wurde es ernst. Warm in unsere Kleidung eingepackt, bekamen wir eine gründliche Einweisung unseres Scouts in die Scooter und konnten unsere ersten Fahrversuche starten. Unbeholfen, manche noch etwas vorsichtig, die Ersten nach einer Runde schon forscher, fuhren wir uns auf der Freifläche vor der Ranch ein und teilten uns in zwei Gruppen - eine Gemütlichere und eine Schnellere.

Und dann ging’s auch schon los: immer schön unserem Scout hinterher. Die Kraft der Maschinen unter unseren Allerwertesten beeindruckte. Warm eingepackt und mit dem Luxus von warmen Fingern und Zehen dank Griffheizung und Fußgebläse fuhren wir durch malerisch verschneite Wälder und über vereiste Seen. Am Nachmittag sammelten wir neue Kräfte bei einem Kaffee im Dundret und trafen dort die zweite Gruppe. Alle zusammen, (was für ein Haufen!) fuhren wir nun mit Licht ins Camp zurück. Die wunderbaren Erlebnisse des Tages eines Jeden wurden im anschließenden Saunagang und Abendessen ausgetauscht. Zum abendlichen Ausklang trafen wir uns zwar alle noch im Kaminzimmer, aber dort wurden wir nicht mehr alt.

3. Tag

Anschließend ans Frühstück ging’s auch gleich los. Sollten wir heute doch eine etwas größere Tour ins "Hochland" machen. Wir durften an diesem Tag unser Geschick im Tiefschnee beweisen. So wuchsen wir auch als Gruppe zusammen, weil sich immer mal wieder einer von uns im Tiefschnee eingrub und wir mit vereinten Kräften halfen, den Scooter zu befreien. Und wieder, wie bereits am ersten Tag, führte uns die Tour durch eine vom Schnee verzauberte Landschaft.

Zusammen mit der zweiten Gruppe versammelten wir uns in einem kleinen Lappendorf zum Grill- Mittagessen in einem so genannten Kammi. Am Nachmittag ging’s nochmal mit Hochgeschwindigkeit über’s Eis. Wir steigerten uns zunehmend. Bei Einbruch der Dunkelheit im Camp angekommen, wurden wir beim Grillen von Rentierfleisch kulinarisch gestärkt. Danach konnten wir wieder die Wohltat des Saunierens genießen. Auch Baden im Holzfass mit ca. 37°C warmem Wasser und einer Außentemperatur von -15°C war möglich. Ein Erlebnis war beides. Anschließend gab’s wieder einmal ein Abendessen Deluxe. Welch ein traumhaftes Abenteuer!

4. Tag

Ein Wochenende sollte 7 Tage haben! Leider mussten wir heute schon abreisen, doch auch die Rückfahrt zum Flughafen bot uns nochmals tolle Eindrücke. Wir fuhren mit unseren Mietautos zurück auf einer schwedischen, fast autoleeren Landstraße. Dafür gab’s umso mehr Rentiere zu sehen. Wir fuhren zurück durch Dörfer wie Astrid Lindgrens Bullerbüh. Dörfer, die wir bei der Hinfahrt nicht gesehen hatten, da es schon dunkel war. Einstimmig waren wir der Meinung, dass dieses Wochenende nicht unser Letztes auf der Bonzerosa-Ranch war. Wir kommen wieder!